Hinweis: Diese Informationen gehen auf S. Wohlfarth zurück: Übersicht der historischen Stätten. In: Ägypten. Welt der Pharaonen (1997).

 

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Abu Gurab:

Abu Gurab ist das besterhaltendste Sonnenheiligtum  des Alten Reiches. Es geht auf Niuserre zurück sowie geringere Reste auf Userkaf.

 

Abu Roasch:

Abu Roasch beinhaltet die Steinpyramide des Djedefre, der Sohn und Nachfolger des Cheops. Östlich davon liegt der dazugehörige Totentempel. Weiterhin sind dort Reste einer Ziegelkonstruktion und ein Mastabafeld der Thinitenzeit zu finden.

 

Abu Simbel:

Hier befinden sich die zwei Felsentempel von Ramses II. Der "große Tempel" ist Re-Harachte und Amun-Re geweiht, der "kleine Tempel" ist das Heiligtum der Hathor und wurde Ramses' Frau Nefertari geweiht. Die beiden Tempel wurden bei Bau des Assuan-Staudamms vor den Fluten des Nils gerettet, indem die zwei, in den Fels hineingehenden Heiligtümer abgetragen wurden und  einige Kilometer weiter nördlich auf einem Plateau wieder aufgebaut  wurden.

 

Abusir:

Hier befinden sich die Pyramidenanlagen  der 5. Dynastie, der Könige Sahure, Neferirkare, Neferefre und Niuserre. Des weiteren findet sich hier der Pyramidenbezirk der Königen Chentaus sowie Mastaba-Gräber dieser Epoche (darunter das Grab des Prinzen Ptahschepses).

 

Abydos:

Abydos ist eine der ältesten und bekanntesten Sätten des Alten Ägypten. Hier lag dem Mythos nach unter anderem das Grab des Osiris. Es gab Gräber, Tempel und Städte  aus der 1. Dynastie bis zum Neuen Reich. Weiterhin sind hier theologische Kultanlagen aus der 12. bis zur 26. Dynastie belegt. Von Ramses II. und seinem Vater Sethos I. wurden zwei Tempel erbaut sowie das sogenannte "Osireion", das Kenotaph Sethos I. Neben den entdeckten Stadtresten wurden noch Überreste eines Osiris-Chontamenti-Tempels gefunden.

 

Alexandria:

Alexandria wurde 332 v.Chr. von Alexander dem Großen gegründet. Die Stadt befand sich im Norden des Landes, im Delta, nahe am Mittelmeer. Hier wurden Reste des "Serapeums" gefunden, der heiligen Stätte in Saqqara, wo die heiligen Apisstiere beigesetzt wurden. Des weiteren gab es hier die Katakomben  von Kom-esch-Schuqafa, römische Grabanlagen aus dem 1. und 2. Jahrhundert n.Chr. und die Nekropole von Anfuschi, welche sich durch griechische Felsgräber aus dem 2. Jahrhundert v.Chr. auszeichnet.

 

Armant:

Armant ist die Stätte mit den ältesten Tempelanlagen aus der 11. Dynastie. Diese Anlagen wurden in der 30. und 31. (Ptolemäerzeit) Dynastie erneuert und waren bis in die römische Epoche Kultziel. Hier befand sich auch das Geburtshaus der Kleopatra sowie das "Bucheum", die heilige Gräberstätte der Buchis-Stiere, die heiligen Stiere des Gottes Month.

 

Assiut:

Hier befanden sich Gaufürstengräber aus der 1. Zwischenzeit und dem frühen Mittleren Reich.

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Beni Hassan:

Hier wurden 39 Felsengräber von Gaufürsten aus dem Mittleren Reich und der 1. Zwischenzeit gefunden. Besondere Bedeutung kommen den Gräbern durch ihre Flachbilder und durch die Architektur zu.

 

Dahschur:

Dahschur war eine sehr bedeutende Nekropole des Alten Reichs. In der 4. Dynastie baute Pharao Snofru die Rote Pyramide und die Knickpyramide. In der 12. Dynastie kamen Pyramiden des Königs Sesostris III., Amenemhet II. und Amenemhet III. hinzu sowie Mastabas des Hofstaats, die heute allerdings sehr zerstört sind.

 

Dendera:

Dendera war der Hauptkultort der Göttin Hathor. Hier wurden bereits seit dem Alten Reich Tempel (Vorgängerbauten) ihr zu Ehren errichtet, welche in der 30. Dynastie und in der Ptolemäerzeit von weiteren Tempeln für Hathor überbaut wurden ( u.a. von Ptolemaios XII. Neos Dyonisos). Weiterhin wurden Bauten der römischen Ära, sowie der Kopten (frühkoptische Kirche) gefunden.

 

Edfu:

Edfu gilt als der besterhaltendste Tempel des Alten Ägypter. Das Heiligtum für den Gott Horus ("Horus von Edfu") wurde unter Ptolemaios III. Euergetes 237 v.Chr. begonnen und 57 v.Chr. fertiggestellt. Aus dem Alten Reich wurden hier Überreste einer Siedlung und Gräber gefunden.

 

Elephantine:

Die Insel Elephantine war seit der Thintinenzeit bis in die islamische Zeitbesiedelt. Hier stand der Tempel des Chnum von Nektanebos II. und der Tempel der Satat, welcher auf ein sehr altes Heiligtum zurückgeht. Dieser Tempel wurde bis in die ptolemäische Ära hinein immer wieder überbaut. Heut eist er nach den Bauten der 18. Dynastie rekonstruiert worden. Neben diesen beiden Tempeln standen hier Heiligtümer aus dem Mittleren Reich, mit vielen Stelen und Statuen der 11., 12. und 13. Dynastie. Diese Stelen und Statuen waren dem vergöttlichten Beamten Heqaib aus der 6. Dynastie geweiht.

 

Elkab:

Elkab war der Hauptkultort der Göttin Nechbet. Hier befand sich eine Siedlung mit Tempeln, Geburtshäusern, mehrere kleine Tempel, ein heiliger See und Frühzeitfriedhöfe. Außerhalb der die Siedlung umgebenden Mauer wurden Gräber des Mittleren Reiches und der frühen 18. Dynastie gefunden.

 

Esna:

Hier stand ein Tempel der dem Gott Chnum geweiht war. Heute sind nur noch Überreste der Vorhalle erhalten. Der Vorläuferbau stammt aus der 18. Dynastie, der später in der römisch-ptolemäischen Epoche erweitert wurde

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Gebelein:

In Gebelein wurden Reste einer Siedlung und eines Hathortempels gefunden. Das der Göttin Hathor geweihte Heiligtum zeigte Spuren der Nutzung, welche von der 3. Dynastie bis in die griechisch-römische Zeit zurückreichten. Weiterhin wurden dort Gräber aus der 1. Zwischenzeit gefunden.

 

Gisa:

Gisa ist die Hauptnekropole des Alten Reiches schlechthin. Sie befindet sich westlich von Kairo und wurde vor allem durch die drei "Großen Pyramiden" von Cheops, Chephren und Mykerinos, den großen Königen der 4. Dynastie bekannt. An die Pyramiden sind jeweils die Totentempel angeschlossen. neben Mastabas der Familienmitglieder finden sich kleine Pyramiden der Königinnen dort. Bis zur 6. Dynastie ließen sich dort auch hohe Würdenträger beisetzen.

 

Heliopolis:

Heliopolis war das theologische Zentrum bzw. der Hauptort der Kosmogonie (Weltschöpfungsvorstellung) von Heliopolis. Hier gab es einen Tempel für den Schöpfergott Atum sowie eine Nekropole für den Mnevis-Stier. Heute finden sich dort nur noch einige Fragmente, Überreste von Blöcken der damaligen Zeit und ein Obelisk Sesostris I. Amenemhet I. ließ dort einen Tempel für Re-Harachte bauen. Aus dem Neuen Reich sind Reste von Temeplanlagen erhalten.

 

Herakleopolis:

Dieser Ort war die Residenz der 9. und 10. Dynastie. Es wurden Gräber von Beamten aus jener Zeit gefunden, sowie ein Tempel  (12. und 18. Dynastie) des Lokalgottes Herischef.

 

Hermopolis (Hermupolis):

Hier war der Hauptkultort des Gottes Thot und das Zentrum des Mythos von der Odgoad (Achtheit) von Hermopolis. Neben Überresten einer christlichen Basilika und einer römischen Stadt wurden Reste eines Tempels Amenemhets II. gefunden sowie die von Amenhotep III. gestiftete Pavianfiguren. Ein von Ramses II. gebautes Heiligtum für Amun und der Thot-Tempel aus der Zeit Nektanebos I. sind ebenfalls dort zu finden.

 

Hierakonpolis:

In der Vorgeschichte war Hierakonpolis eine oberägyptische Residenz, mit einer Siedlung und einem Friedhof bzw. Nekropole. Reste eines Urheiligtums des Gottes Horus wurden dort, neben Gräbern des Mittleren und des Neuen Reiches gefunden.

 

Kom Ombo:

Diese Heiligtum wurde gleich für zwei Gottheiten geweiht, einmal für Sobek und dann für Haroeris. Es ist sozusagen ein Doppelheiligtum aus der griechisch-römischen Epoche.

 

el-Lahun/Kahun:

Hier befinden sich die Pyramide und der Tempel Sesostris I. aus dem Mittleren Reich (12.Dynastie) und diverse Mastaba-Gräber. Nördlich dieser Anlage befindet sich die Stadt Kahun, die speziell für den Pyramidenbau gegründet wurde.

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Lischt:

Lischt ist einer Gräberstätte der 12. Dynastie. Hier wurden Pyramidenanlagen von Amenemhet I und Sesostris I. entdeckt, wie auch Privatgräber des Mittleren Reiches.

 

Medamud:

Hier sind Tempelreste des Heiligtums für den Gott Month und für seine Buchis-Stiere aus der griechisch-römischen Ära zu finden. Von den einzelnen Tempeln sind heute nur noch Einzelblöcke erhalten.

 

Meidum:

Meidum war eine Friedhofsstätte der späten 3. und 4. Dynastie, folglich des späten Alten Reiches. Hier stand eine Pyramide des Pharaos Snofru, von der heut zu Tage nur noch der innere Kern erhalten ist.

 

Memphis:

Memphis war eine Hautstadt, Garnisons- und Verwaltungssitz  des Alten Ägypten, ca. 3000 v.Chr.. Hier standen unter anderem der Statuentempel und das Hathorheiligtum von Ramses II, der Palast des Merenptah (19. Dynastie) und des Apries. Von dem Palästen wie auch von dem Haupttempel des Ptah sind nur noch Überreste vorhanden.

 

Philae:

Philae ist eine Insel südlich von Assuan. Ähnlich wie die beiden Tempel von Abu Simbel wurde auch dieses Heiligtum das der Göttin Isis geweiht war vor den Fluten des Nild gerettet, indem es abgebaut und auf der benachbarten Insel Angilkia wieder aufgebaut wurde. Philae war der bedeutendste Wallfahrtsort der Spätzeit. Der Isiskult ist dort von allen anderen Kulten am längsten belegt, bis der Tempel 535 und 537 n.Chr. von Kaiser Justinian geschlossen wurde.

 

Piramesse:

Diese Stadt, bei dem heutigen Quantir, war die neue Hauptstadt des Ramses II. in der 19. Dynastie. Sie wurde zunächst von Sethos I. (Vater des ramses II) begonnen und von seinem Sohn vollendet. Nach Ramses Tod wurde die Stadt einige Jahre später zu Gunsten von Tanis verlassen.

 

Quantir:

War die Reichsresidenzstadt der Ramessiden, implizierte mehrere Paläste, Wohnhäuser hoher Würdenträger, einen Haupttempel für Amun-Re-Harachte, einen Tempel der dem Gott Seth (Familiengott der Ramessiden) geweiht war sowie Tempel für Astarte und Wadjet. Sie wurde später zu Gunsten von Tanis verlassen, wo auch die hier benutzten Steinblöcke abgetragen wurden und in Tempelanlagen von Tanis wieder Verwendung fanden.

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Quebbet el-Hawa:

Nekropole gegenüber von Assuan mit Gaufürsten- und Beamtengräbern des Alten und Mittleren Reiches.

 

Rosette:

An diesem Ort wurde der berühmte Stein von Rosette , durch die Garnisonen des Napoleon, gefunden (1799), mit dessen Hilfe die Entzifferung der Hieroglyphen - durch Jean Francois Champollion -  erst möglich wurde. Die Stadt lag im Delta, im Norden von Ägypten.

 

Saqqara:

Saqqara war die Nekropole der Reichshauptstadt (Memphis) im Alten Reich. Sie war der Grabbezirk des Pharaos Djoser der dort die Stufenpyramide durch den Baumeister Imhotep errichten lies. Weiterhin finden sich dort Grabstätten hoher Beamter des Alten und des Neuen reiches, Pyramiden des Unas, des Userkaf und des Teti. In Saqqara befand sich ebenfalls das "Serapeum" die Grabstätten der heiligen Aisstiere aus der 18. Dynastie sowie Persergräber und eine unvollendete Pyramide des Sechenchet.

 

Soleb:

Soleb befindet sich südlich des 3. Katarakts. Der Amun-Tempel wurde von Amenhotep III. anlässlich seines Regierungsjubiläums erbaut. Dort befand sich auch eine Nekropole des Neuen  Reiches.

 

Tanis:

Diese Stadt wurde von den Königen der 21. und 22. Dynastie als Residenz und Begräbnisstätte genutzt. Steine aus Piramesse, nahe des heutigen Quantir wurden zur Erbauung der hier entstandenen Tempel genutzt.

 

Tell el-Armana:

Diese Stadt war die neuen Hauptstadt des Pharaos Amenhotep IV. - Echnaton. Sie wurde im Alten Ägypten "achet-aton" "Horizont des Aton" genannt und war Mitten in einem Wadi der Ostwüste gelegen. Sie entstand innerhalb weniger Jahre, bestand aus einem Aton-Tempel mit enormen Ausmaßen, dessen Steine (talatat) später für die Errichtung anderer Bauwerke dienen sollten, aus Wohnquartieren, Gräbern der Königsfamilie und zahlreichen Beamtengräbern. Nach Echnatons Regierungsende wurde die Hauptstadt wieder zu Gunsten von Theben verlassen.

 

Tell el-Dab'a:

Tell el-Dab'a (Auaris) war die Residenzstadt der Hyksos, während der 2. Zwischenzeit und lag im Delta.

 

Theben:

Während der 18. Dynastie (mit Ausnahme der Herrschaft Echnatons) war Theben die Hauptstadt dieser Zeit. Besondere Denkmäler sind der Tempel von Luxor und der große Tempel von Karnak, welche sich am Ostufer des Nils befinden. Am Westufer liegt das Tal der Könige, das Tal der Königinnen und die Arbeitersiedlung Deir el-Medina, und diverse Totentempel der Pharaonen. In Theben (Waset) selber wurden auch verschiedene Siedlungsreste ausgegraben, exemplarisch von dem Palast Amenhotep III.: Malqata.

 

et-Tôd:

Hier entdeckte man verschiedene Überreste eines großen Month-Tempels aus der ptolemäischen und der römischen Epochen, welcher auf Vorgängerbauten des Mittleren Reiches erbaut wurde.

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