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Königsinsignien

Kronen
Szepter
Keulen
Krummstab
& Geißel
Uräusschlange
Geier
Nemes-Kopftuch
Kleidung
Die Königsinsignien
manifestieren die Stellung des Königs und bedeuten gleichzeitig Macht
und Schutz. Die Kleidung des Pharaos zu speziellen feierlichen Anlässen
und die Insignien gehen zum Teil auf die archaische Zeit zurück (T.
Schneider 1997), werden symbolisch von den Göttern verliehen und sind
das Sinnbild der königlichen Herrschaft über Ägypten.
Kronen:
Des Pharaos Haupt wurde durch die dynastische Zeit von Kronen
geschmückt. Hierbei kann man grob vier verschiedene Kronen
unterscheiden: Die Rote Krone, die Weiße Krone, de Doppelkrone und den
Kriegshelm. Die Rote Krone steht für den nördlichen Teil
Ägyptens: für Unterägypten und wird durch die Schlangengöttin Uto
verkörpert, die gleichzeitig auch zum Schutz des Pharaos verantwortlich
ist. Die Weiße Krone steht für Oberägypten und wird von dem
Pendant der Uto, Nechbet
verkörpert. Beide Kronen zusammen ergaben die Doppelkrone, als
Zeichen des vereinigten Ägypten und wurde pschent genannt. Der
Kriegshelm wurde durch die blaue Farbe charakterisiert (daher auch als
"Blaue Krone" bezeichnet) und wurde chepresch benannt.
| Bild der Krone |
Bezeichnung |
ägyptisch |
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Rote Krone Unterägyptens |
mehus |
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Weiße Krone Oberägyptens |
schemas |
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Doppelkrone (Pschent) |
sechemti |
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Doppelfederkrone mit Widdergehörn |
schuti |
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Straußenfedergehörn mit
Widdergehörn |
henu |
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Königshaube (sogenannte Blaue
Krone) |
chepresch |
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Königskopftuch |
nemes |
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Haarbeutelperücke |
chat |
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Pflanzenbündelkrone mit
Straußenfedern und Widdergehörn |
atef |
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Dreifache Pflanzenbündelkrone |
hemhemet |
Zepter:
| Das Zepter war das Zeichen von Theben (waset) bzw.
von dem Gau. Es zeichnete sich durch eine Art Hirtenstab aus,
der am unteren Ende eine Gabelung aufwies. Das Zepter wurde aber auch von
hohen Beamten getragen und war diesbezüglich nicht nur für den
König bestimmt. Der gebrauch des Zepters ist in Tempeln oder im
Totenkult belegt. Das Oberteil ist meist so dargestellt als
würde es aus einer Lotosblüte herauswachsen (siehe Zepter des
Tutanchamun)
Keulen:
Die Keulen wurden in der prädynastischen Zeit als Waffe verwendet,
in späteren pharaonischen Epochen wurden sie jedoch nur noch als
Schmuckwaffe benutzt. Die Keulen sind in zwei verschiedenen Formen
bekannt: die Keulen mit scheibenartigem Aussehen (die aus Oberägypten
stammen) und die birnenförmigen Keulen (die aus Unterägypten stammen).
Letzteres erinnert an die heutigen Keulen, welche Jongleure verwenden.
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Krummstab
& Geißel:
| Krummstab und Geißel sind die charakteristischen
Insignien des Königs, die Insignien der Macht schlechthin.
Viele Pharaonen ließen, mit diesen beiden Machtsymbolen ihren
Sarkophag in Menschengestalt verzieren. Der Krummstab (hk3 gespr.: heka)
ist ähnlich dem Zepter, erinnert demzufolge ebenfalls an einen
Hirtenstab und soll diesen auch symbolisch darstellen. Der
Krummstab bestand meist aus eingelegten Gold und Lapislazuli
Ringen (siehe Bild) Als Schriftzeichen
wurde das Szepter für das Wort "Herrschen" oder
"Herrscher" verwendet (hk3). Die
Geißel (nhh gespr.: nechech) bestand aus einem Stab, an dessen
oberem Ende herabhängende Streifen oder Perlenschnüren
befestigt waren. Sie wurde als Hirtenpeitsche gedeutet (die von
dem Gott Anezti, dem Oberhaupt der östlichen Gaue, zum
Herrschaftssymbol einst erhoben wurde). Die Götter Min und
Osiris werden stetig mit diesen beiden Insignien abgebildet. |
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Uräusschlange:
| Die Uräusschlange richtet sich an der Stirn des
Königs auf und soll feindliche Mächte vor dem König
fernhalten. Ihr Name bedeutet "die sich Aufrichtende".
Die Schlange stellt eine Kobra dar, versinnbildlicht die Macht
des Trägers und ist ein sehr altes Königssymbol. Das Modell
der Uräusschlange befand sich an verschiedenen Kronen.
Geier:
Wie die Uräusschlange erscheint auch der Geier an der Stirn
des Pharao. Er steht als Symbol für die Dauer und die Ewigkeit.
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Nemes-Kopftuch:
Neben den verschiedenen Kronen und Perücken trug der Pharao auch das
Nemes-Kopftuch, ein Stoffstück aus sich Blau und Gold abwechselnden
Stoffstreifen. Zwei lange Streifen liegen dabei über den Schultern des
Königs, die Ohrpartien bleiben jedoch frei. Am Nacken wurde das
Kopftuch in eine Art Zopf zusammengedreht (siehe Bild der Totenmaske
Tutanchamuns).

Nemes-Kopftuch
Kleidung:
Der Pharao trug zu rituellen oder offiziellen Anlässen verschiedene
Kleidungsstücke. So trug er verschiedene Schurze, wie beispielsweise
den sogenannten schendut-Schurz. Er trug aber auch Hemden (nicht wie im
heutigen Sinne), Umhänge und Mäntel. In der Rolle als oberster
Priester oder Hohepriester trug er auch das Pantherfell.

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